Wie entsteht ein Tattoo?

Um zu verstehen, wie ein Tattoo entsteht, betrachten wir zu aller erst die menschliche Haut. Die menschliche Haut setzt sich aus drei Schichten zusammen, der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subcutis). Beim Tätowieren dringt, bei einem gut gestochenen Tattoo, die Nadel und damit auch die Tattoo Farbe bis in die zweite Hautschicht, also der Lederhaut, ein. Wird dagegen zu tief gestochen, also in die dritte Hautschicht, kann die Farbe unter der Haut verlaufen, aber auch Narben oder Blutungen können entstehen. Wird lediglich in die erste Hautschicht gestochen, resultiert durch den körpereigenen Heilungsprozess eine schnellere Abtragung der Farbpigmente, sodass das Tattoo schnell verblasst. In der zweiten Hautschicht befinden sich eigene Farbpigmente, die unseren Hautton widerspiegeln. Beim Tätowieren wird die Farbe von Fresszellen „gefressen“, welche anschließend den Farbton annehmen.